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Einbruchschutz - So schützen Sie sich und Ihr Haus

Alle vier Minuten wird in Deutschland ein Einbruch verübt – diese schockierende Statistik aus dem Jahr 2011 hat sich dank effektiver Polizei- und privater Vorsorgemaßnahmen über die letzten Jahre entschärft: Die Fallzahlen gingen deutschlandweit zurück. Eine Trendwende sei jedoch „eine Illusion“, sagt der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Alle Anstrengungen seien weiterhin notwendig, um gegen einen erneuten Anstieg anzukämpfen. Zum Tag des Einbruchschutzes führen wir Sie durch die wichtigsten Schwachstellen, damit Sie die richtigen Vorsichtsmaßnahmen für Ihre eigenen vier Wände treffen können.

Fingerabdruck eines Einbrechers? Die GEV erklärt wie man sein Heim vor Einbrechern schützen kann.

Ein Fingerabdruck eines Einbrechers auf der Fensterscheibe? Wir zeigen wie Sie mit einem gezielten Einbruchschutz Schlimmeres verhindern können.

So verschaffen sich Einbrecher Zugang

Die Kölner Studie 2017  gibt einen Einblick darin, wo, wann und wie Einbrüche verübt werden. Maßnahmen zum Einbruchschutz helfen dabei, dass es bei versuchten Einbrüchen (ca. 48% der Fälle) bleibt, da die Einbrecher sich nicht schnell genug  Zutritt verschaffen konnten.

In großen Städten finden Einbrecher reichlich Ziele und Gelegenheiten, in diese einzubrechen. Das Leben in der Stadt macht es ihnen einfach: Wenn viele Menschen anonym auf engem Raum zusammen leben, fallen Unbekannte und verdächtige Bewegungen weniger auf. Einbrecher suchen sich dabei die Ziele aus, die mit dem geringsten Aufwand zum größten Erfolg führen.

Über 45% aller Einbrüche finden an Wohnungen im Erdgeschoss statt, da hier oftmals die besten Zugänge und Fluchtwege bereitstehen und Fenster bzw. Fenstertüren nicht ausreichend gesichert sind. Grundsätzlich nähern sich die Täter mit Hilfe der Umgebung an das Ziel. Über diese Zugänge werden Mehr- und Einfamilienhäuser in den meisten Fällen betreten:

Mehrfamilienhäuser

Einfamilienhäuser

ca. 43% Hausvorderseite

ca. 35% Hausrückseite

ca. 22% Hausrückseite

ca. 23% Garten

ca. 13% Straße

ca. 16% Überwindung von Hindernissen

Mehrfamilienhäuser besitzen oftmals keinen Garten und keine Umzäunung, was den Zutritt ins Treppenhaus erleichtert. Was ist der beste Schutz vor Einbruch in diesem Fall? Der Kontakt zu Nachbarn sowie grundlegende Aufmerksamkeit sowie eine ausreichend starke mechanische Sicherung aller Zugangspunkte.

Bei Einfamilienhäusern nutzen Einbrecher die natürliche Umgebung aus, um unentdeckt an das Haus zu gelangen. Wappnen Sie sich, indem Sie einen Bewegungsmelder, der die Hausrückseite und den Garten ausleuchtet, bereitstellen. Das Entdeckungsrisiko für Einbrecher steigt dadurch beträchtlich, wodurch sie abgeschreckt werden.

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit und dem November werden die meisten Einbruchsfälle registriert. Der frühe Einbruch der Dunkelheit gibt Einbrechern die Chance, unentdeckt zuzuschlagen. Für den Einbruchschutz sind gerade jetzt Vorsichtsmaßnahmen wirkungsvoll, die Anwesenheit simulieren. Über Zeitschaltuhren beim Licht oder Smart-Home-Systeme können Sie auch in Ihrer Abwesenheit Ihr Haus effektiv schützen. Kombiniert mit einer Lichtsteuerung oder Rolllädensteuerung entsteht der Eindruck, dass das Haus oder die Wohnung bewohnt ist, was viele Einbrecher davon abbringt, einen Einbruchversuch zu unternehmen.

Donnerstag, Freitag und Samstag sind die beliebtesten Wochentage für Einbrüche. Verlängerte Einkaufszeiten und das Wochenende, bei dem viele Arbeitnehmer die Wohnung für längere Zeit verlassen, führen zu einem erhöhten Einbruchsrisiko. Nachts ab Mitternacht finden die wenigsten Einbrüche statt. Bei Einfamilienhäusern wird häufig von 16 bis 22 Uhr eingebrochen und bei Mehrfamilienhäusern von 12 bis 22 Uhr.

Einbruchschutz am Haus: Sicherheit geht vor

Bei der Einbruchprävention gilt: Jede Sekunde, die der Einbrecher länger zum Eindringen braucht, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Versuch abgebrochen wird. Daher sollten Sie folgende Schwachstellen besonders absichern:

  • Fenstertüren
  • Fenster
  • Haustüren / Wohnungstüren
  • Zugänge zu Kellern
  • Garagen

Absichern können Sie Fenster und Türen durch einbruchhemmende Produkte von zertifizierten Fachbetrieben. Mechanische Sicherheitsmaßnahmen, etwa das Anbringen von Querriegelschlössern bei Türen oder Pilzkopfbeschlägen und einbruchsicheres Glas bei Fenstern, tragen zum Einbruchschutz bei. Zudem leisten elektronische Sicherheitsmaßnahmen wie Alarmanlagen oder Bewegungsmelder einen Beitrag zum Schutz vor Einbrüchen, da diese das Entdeckungsrisiko erheblich erhöhen.

Lassen Sie sich daher von der Polizei bei der Prävention von Einbrüchen umfassend beraten. Rund um den Tag des Einbruchschutzes finden zahlreiche Informationsveranstaltungen, die über Baufördermöglichkeiten zur individuellen Beratung reichen, und Aktionen statt. Mit Hilfe von Sicherheitstechnik werden knapp die Hälfte aller Einbruchversuche unterbunden: Sichern also auch Sie sich ab und machen es den Tätern schwer! Außerdem wurden viele informative Broschüren die sie dort kostenlos finden überarbeitet.

Mit dem richtigen Verhalten ist viel erreicht beim Einbruchschutz

Doch nicht nur mechanische oder elektronische Sicherheitsmaßnahmen erhöhen Ihren Schutz vor Einbrüchen. Wenn Sie das richtige Verhalten an den Tag legen, minimieren Sie das Risiko eines Einbruchs. Achten Sie darauf, dass Sie:

  • die Sicherheitstechnik auch dann einsetzen, wenn Sie nur kurz das Haus verlassen.
  • alle Türen und Fenster absperren, wenn Sie das Haus verlassen.
  • Ihre Anwesenheit durch Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Systeme simulieren.
  • eine gute nachbarschaftliche Gemeinschaft aufbauen und diese aktiv für den Einbruchschutz einbinden.
  • bei Schlüsselverlust sofort den Schließzylinder wechseln.
  • nicht bedenkenlos auf Klingeln reagieren. Nutzen Sie stattdessen den Türspion und Sperrbügel.
  • keine Schlüssel in Schlössern stecken lassen.
  • auch von innen zweimal absperren.
  • Rollläden und Markisen nur nachts schließen.
  • Gegenstände wie Mülltonnen, die zum Klettern genutzt werden, nicht im Freien lagern.
  • Autos in Garagen abstellen sowie die Garage selbst abschließen.
  • Fahrräder entweder innen lagern oder im Freien an festen Gegenständen wie Stangen absperren.
  • Schlüssel unter keinen Umständen draußen verstecken – Einbrecher kennen jedes Versteck.

Eine umfassende Checkliste zum Thema Einbruchschutz stellt das Netzwerk „Zuhause sicher“ der Polizei zur Verfügung.

Mit der richtigen Sicherheitstechnik und den richtigen Verhaltensformen haben Sie effektive Vorkehrungen zum Schutz vor Einbrüchen getroffen. Zu einem vollständigen Einbruchschutz gehört eine Hausratsversicherung, die im Fall eines Einbruchsdiebstahls Schäden übernimmt. Alternativ kommt eine Wohngebäudeversicherung für Schäden durch Einbruchdiebstahl am Gebäude auf.

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