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Schäden durch Naturgefahren - Bilanz 2019

Es gibt eine gute Nachricht aus dem Jahr 2019: Weltweit kamen wieder weniger Menschen durch Naturkatastrophen ums Leben. Bessere Vorbeugung durch Frühwarnsysteme und stabilere Baumaterialien haben das ermöglicht. Leider gibt es auch eine schlechte Nachricht: Die Sachschäden durch Naturgefahren werden immer unberechenbarer.

Kleines Kind in gelben Gummistiefeln und gelber Regenjacke steht im Regen in einer Pfütze. Das Gesicht ist verborgen unter der gelben Kapuze, aber die Körperhaltung zeigt Neugierde und Interesse.

Ein Regenguss ist nicht immer gleich ein Unwetter. Manchmal kann man einfach in der Pfütze stehen und beobachten, wie das Wasser gurgelnd im Gulli verschwindet. Trotzdem kommt es zunehmend nach sogenannten Starkregen-Ereignissen zu lokalen Überschwemmungen.

 

Schwere Unwetter in Deutschland und Europa

Der Rückversicherer Munich Re beziffert für das Jahr 2019 die Schadenssumme aller Naturkatastrophen weltweit mit 130 Milliarden Euro: Das ist etwa ein Drittel aller Ausgaben im Bundeshaushalt Deutschlands. Nur ein Drittel dieser Schäden weltweit war versichert.

Europa wurde 2019 durch eine Hitzewelle und schweren Unwettern heimgesucht. Die Trockenheit führte zu Ernteeinbußen und zu einem erhöhten Hitzschlagrisiko. Die Hitzewelle entlud sich auch in Deutschland: Im Juni verursachte ein einzelnes Unwetter im Großraum München Schäden von mehr als 1 Milliarde Euro. Mehr als 20 Minuten lang prasselten golfballgroße Hagelkörner auf Autos ein und zerschmetterten Fenster. Ein Viertel der Schadenssumme war nicht versichert.

Die größten Naturgefahren in Deutschland

Diese Zahlen decken sich mit der Entwicklung der Naturgefahren in Deutschland. Vorläufige Zahlen für das Jahr 2019 vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ) belegen, dass heftige lokale Unwetter besonders viel Schaden anrichten.

Sturm & Hagel

Sturm und Hagel sind heimtückische Gefahren, weil sie immense direkte Schäden und Folgeschäden verursachen können. Glücklicherweise sind über 90% der Hausbesitzer und ein großer Teil der KfZ-Besitzer sind gegen Sturmschäden abgesichert.

Elementargefahren

Aber nur 43% der Hausbesitzer sichern sich gegen Schäden durch Elementargefahren wie Starkregen oder Hochwasser ab, obwohl das Risiko real ist. Elementarschäden verursachen deutschlandweit immense Kosten.

Sie treten auch außerhalb von Risikogebieten auf und können in kurzer Zeit Flüsse über die Ufer treten lassen oder einen Erdrutsch verursachen. Eine Versicherung gegen Elementarschäden kann im Falle eines Falles also von existenzieller Bedeutung sein.

Warum eine Versicherung immer wertvoller wird

Das immer extremere Wetter stellt eine Gefahr für alle dar. Mit einer stabilen Bauweise und der richtigen Vorsorge gegen Schäden verursacht durch den Klimawandel, ist viel erreicht. Wir leben jedoch in einer Zeit, in der sich ein Jahrhundertsturm an den nächsten reiht. Diese traurigen Rekorde werden immer öfter gebrochen, daher lassen sich schwere Schäden durch Naturgefahren nicht länger ausschließen. Das Umweltbundesamt spricht von stark schwankenden Elementarschäden von Jahr zu Jahr, was die Absicherung gegen Naturgefahren besonders wichtig macht.

Absicherung gegen Naturgefahren: die Wohngebäudeversicherung

Eine Wohngebäudeversicherung deckt Schäden durch Sturm und Hagel ab. Das gilt auch für das Dach und Installationen wie Markisen, die außen angebracht sind.

Zur Absicherung vor Starkregen und darauffolgendem Hochwasser sollten Sie Ihre Versicherung aber um den Elementarschutz erweitern.

Schützt Ihren Hausrat: die Hausratversicherung

Das gleiche gilt auch für Ihren Hausrat. Dieser erscheint bei Stürmen, die nur draußen wüten, geschützt, aber dringt Regen durch ein beschädigtes Dach oder Fenster ein, kann der Hausrat ordentlich in Mitleidenschaft gezogen. Auch Hochwasser, verursacht durch Starkregen macht keinen Unterschied zwischen drinnen und draußen: Eindringendes Wasser hat ein große Zerstörungskraft. Dagegen ist sind Sie nur dann versichert, wenn Sie  auch einen Elementarschutz als Versicherung abgeschlossen haben. Aus dem Grund ist es ratsam, auch Ihre Hausratversicherung um dieses Modul zu erweitern.

Sichert Risiken während des Hausbaus ab: die Bauleistungsversicherung

Wenn Sie bauen, kommt jedes Unwetter ungelegen. Dadurch können sich die Bauarbeiten verschieben, was zusätzliche Kosten verursacht. Bei Unwetter potenziert sich das Schadensrisiko: Naturgefahren können Baustoffe und Bauteile zerstören und so den Bau nicht nur hinauszögern, sondern finanziell zu einem Desaster machen. Dagegen schützt eine Bauleistungsversicherung, die unvorhersehbare Schäden während der Bauzeit absichert.

Fazit

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Es ist an der Zeit, den Versicherungsschutz an das heutige Klima anzupassen. Gegen die finanziellen Folgen dieser Schäden können Sie sich nur mit Hilfe der oben genannten Versicherungen wappnen. Schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen haben oder wir Ihnen helfen können.

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