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Gartentechnik - zwischen Rasenmäher und Sprinkler

Es gibt viele Geräte, die den Gärtnern die Arbeit erleichtern. Ob zur Rasenpflege oder zur Bewässerung – fast überall nehmen Gartengadgets unliebsame oder monotone Arbeiten. Und auch für das passende Licht im Garten gibt es viele Tipps. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Eine randvolle Regentonne steht unter einer Regenrinne. Eine Schubkarre mit Laubrechen ergänzt den idyllischen Blick auf den grünen Garten.

In einem Garten ist die Wasserversorgung das Alpha und Omega. Mit Regenwasser kann man nichts falsch machen.

 

Die Beleuchtung – Wie viel Licht brauche ich im Garten?

Licht ist ein wichtiger Faktor im Garten. Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn das Tageslicht knapp wird, kommt es auf ausgewogene Lichtverhältnisse an. In lauen Sommernächten sind Beleuchtungsquellen hilfreich, um sich bei einem unbedachten Schritt im Dunklen nicht den Knöchel zu verstauchen. Um Gehwege ausreichend zu sichern, kommt es auf die richtige Ausleuchtung an. Wenn das Licht von oben nach unten abstrahlt, werden die Wege sichtbar, ohne zu blenden. Aber auch um Beete als Blickfang in der Dämmerung zu inszenieren, ist eine gezielte Beleuchtung eine schöne Idee. Um Beete und Büsche effektvoll zu akzentuieren, bieten sich versteckte, warmweiße Spots und Strahler an. Sitzplätze und Terrassen lassen sich mit dezenten Lampen und Lampions stilvoll in Szene setzen. Etwas mehr beleuchtet darf es bei der Außenbeleuchtung des Gartenschuppens sein. Genügend Licht durch Bewegungsmelder in schwer einsehbaren Ecken ist nicht nur praktisch, sondern dient zudem dem Schutz vor Einbrechern.

Gartenbeleuchtung: wetterfest und energieeffizient

Bei allen Leuchten und Lampen im Außenbereich sollten Sie auf ein wetterfestes Material achten. Auch der Einsatz von Licht emittierende Dioden, kurz LED, bietet sich an, da diese wartungsarm und langlebig sind. Die Energieersparnis von LED liegt im Übrigen bei von bis zu 90% gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln und ist ein echter Gewinn für den Geldbeutel.

Garten bewässern: Selbst gießen oder Rasensprenger?

In lange Trockenperioden im Hochsommer lechzen die Pflanzen im Garten nach Wasser. Bei der Bewässerung der Beete gibt es einige Punkte, die Sie beachten sollten. Eine automatische Bewässerungsanlage der Beete und Rasenflächen ist bei großen Gärten eine Hilfe. Dabei sind je nach Gartengröße kleine und einfach zu bedienende Anlagen ausreichend. Wenn Sie beispielsweise nur ihr Gemüsebeet bewässern wollen, kommen Sie eventuell mit einem kleinen Set aus. In der Regel benötigen Sie für ein Bewässerungssystem:

  • einen flexiblen Schlauch in ausreichender Länge
  • Verbindungsstücke und Winkel, um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten
  • mehrere Sprinkler

Für eine optimale Verteilung des Wassers auf dem Beet sollte ein Sprinkler zentral aufgestellt werden. Weitere Sprinkler platzieren Sie so, dass der gesamte Bereich des Beetes gewässert wird. Bei niedrigen Pflanzen und kleinen Beeten sind flache Sprühdüsen eine gute Wahl. So verdunstet das ausgegebene Wasser nicht schon, bevor es den Boden wässert. Bei der Bewässerung sollten Sie auf den richtigen Zeitpunkt achten. Die beste Tageszeit ist frühmorgens, damit die Pflanzen über den Tag genug Wasser aufnehmen können. Auch am späten Nachmittag ist ein guter Zeitpunkt, um Ihre Beete zu wässern. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Pflanzen abtrocknen, bevor es dunkel wird, da sonst Pilzbefall begünstigt wird. Auf das Gartensprengen in der prallen Mittagssonne sollten Sie in jedem Fall verzichten. Der Brennglaseffekt kann zu empfindlichen Verbrennungen der Pflanzenoberfläche führen. Schlauerweise gibt es Zeitschaltuhren für viele Bewässerungssysteme. Diese lassen sich klassisch manuell oder hochmodern über das Smartphone steuern. Im Gegensatz zu Sprinkleranlagen sind Tropf- oder Micro Drip-Systeme eher für einzelne Pflanzen geeignet. Hierbei wird über Tropfanlagen eine geringe Menge Wasser an bestimmten Stellen verteilt.

Regenwasser - kostensparend und gut für die Gartenflora

Da einige Pflanzenarten wie Kamelien oder Magnolien von weichem Wasser profitieren, ist eine kostengünstige Alternative zum heimischen Wasserhahn das Regenwasser. Auffangen können Sie den Regen in Regentonnen oder Zisternen. Damit Sie zum Vergnügen der Beetbewohner nicht jeden Tag kilometerweit Gießkannen schleppen müssen, gibt es natürlich auch hier eine Lösung. Geschlossene Tontöpfe, die mit der Öffnung nach oben neben die Pflanze der Wahl eingegraben werden, lassen sich gut mit Wasser auffüllen. Diese kleinen Wasserspeicher lassen sich aus zwei ineinander gesteckten Töpfen selbst anfertigen und halten je nach Größe den Wasservorrat mehrere Tage. Da Ton nicht frostsicher ist, sind Plastikflaschen eine Alternative. In den unteren Teil werden dazu Löcher gestochen, während die obere Öffnung dem Nachfüllen dient.

Der Mähroboter – eine Frage des Gewissens?

Um eine betretbare Rasenfläche zu bekommen, kommen in den meisten Gärten diverse Gerätschaften zum Einsatz. Einen Großteil davon machen noch Rasenmäher aus, die zwar mit Benzin oder Strom fahren, aber vom Menschen geschoben werden wollen. Ein Mähroboter, der einem die unliebsame Arbeit auf der Rasenfläche abnimmt, kann deshalb eine wirkliche Bereicherung sein. Der Einsatz dieser Helfer steht allerdings und hauptsächlich aus Tier- und Naturschutzgründen stark in der Kritik. Naturschutzorganisationen wie der NABU oder der LBV warnen vor dem Einsatz von Mährobotern und sehen kleine Tierarten wie Frösche, Insekten oder Igel durch die Schneidwerke in Gefahr. Einige Modelle bergen auch ein erhöhtes Verletzungsrisiko durch Schnitte, wenn der Mäher nackten Füßen zu nahekommt oder spielende Kinder im Garten sind. So ist eine ausgestreckte Hand für einen Roboter nur schwer von einem Ast zu unterscheiden.Wenn Sie den Komfort eines Mähroboters nicht missen möchten, beachten Sie dabei folgende Punkte, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.

  1. Das Mähwerk: Balken- oder Sternmesser kommen hervorragend durch Streuobstwiesen oder herumliegende Äste. Genau aus diesem Grund sind sie gefährlich für Mensch, Tier und Gartenzwerg. Die Alternative sind Kreiselmäher, die bei härteren Objekten einklappen, was das Risiko für schwere Verletzungen verringert. 
  2. Grundsätzlich gilt: Üben Sie sich in Geduld und mähen Sie erst, wenn die Wiese geblüht hat. So werden Bienen und andere Insekten mit erster Nahrung versorgt.
  3. Überprüfen Sie den Garten vor dem Einsatz des Mähers. Alle Tiere und Gegenstände, die durch das Mähen des Roboters Schaden nehmen könnten, sollten nach Möglichkeit umgesiedelt werden.
  4. Apropos Schnitthöhe: Wenn Sie diese über fünf Zentimeter einstellen, sind kleinere Tiere und auch die Grasnarbe besser vor Verletzungen geschützt.
  5. Lassen Sie den Roboter nie unbeaufsichtigt und vor allem nur tagsüber laufen. Nachaktive Tierarten wie Igel und Frösche werden es Ihnen danken.

 

Links zum Weiterlesen:

mein-schoener-garten.de

light11.de

de.wikipedia.org

umweltbundesamt.de

ndr.de

chip.de

lbv.de

niedersachsen.nabu.de

 

Lesen Sie auch die anderen Ratgeber der Reihe Gartenplanung:

Gartenplanung – Plötzlich Gartenbesitzer

Gartenstile – Planung, Gestaltung und Aufwand  

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